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Besuch auf dem Almberg Teleskoptreffen 2012 PDF E-Mail
Geschrieben von David Janousch   

 

Wie die letzten Jahre auch, machte sich auch dieses Jahr am Neumond - Septemberwochenende eine Delegation der DeepskyHunters auf den Weg zum Almberg im Landkreis Freyung-Grafenau.

Am Tag der Anreise war bei moderaten Temperaturen und eitel Sonnenschein die Erwartung auf guten klaren Himmel entsprechend ausgeprägt.  Auf dem Almberg angekommen, waren schon einige Teleskope aufgebaut und wir mußten auch gleich feststellen, daß unser "Stammplatz" unter der Webcam, durch  ein Gebäude im Rohbau (Skianlage) besetzt war.

Am neuen Standplatz angekommen, begrüßte uns ein strammer kalter Wind. Nach Aufbau der Teleskope beobachteten wir anfangs die Sonne, um dann winterlich gekleidet, dem Wind trotzend, zu den Schönheiten des Nachthimmels überzugehen.
Mit den gegen zwei Uhr früh ankommenden Wolken, zogen sich auch die letzten Besucher zurück  -  teils ins warme Bett im Gasthof, teils in die mehr oder weniger warmen Zelte.

Am Samstag bot sich ein eher trostloses Bild. Nebel, Sichtweite 100m, klatschnasse Zelte und Teleskope. Dieser Nebeltristess zum Trotz war die Stimmung gut, die Wettervorhersage für den Abend lies hoffen. Der Nachmittag wurde von zwei Vorträgen der Sternwarte Regensburg aufgelockert. Einerseits waren der Venustransit und das SSFT in Namibia Thema, andererseits ein historischer Bericht über Leben und Zeit von Johannes Kepler.

Traditionell wurde durch den Veranstalter des Teleskoptreffens wieder ein Selbstbauprojekt prämiert. Auf dem Gipfel, im dichten Nebel erhielt der Erbauer eines Bino-Refraktors den ersten Preis. Gegen Abend löste sich der Nebel auf und etwa mit Sonnenuntergang riß auch der Himmel allmählich auf. Wie angekündigt!  Aber nicht vollständig. Erst gegen Mitternacht zeigte der Almberghimmel, was in ihm steckt. Nicht zu kalt und ohne Wind stand nun ein Beobachtungsmarathon an. Vom einfachen 8" Dobson bis hin zu einem 16" f/4,5 Binonewton war alles an Instrumentarium zu bestaunen, was sich das astronomiebegeisterte Herz vorstellen konnte. Der Blick war sowohl durch kleinere Teleskope als auch durch das große Bino ein Genuß. Jupiter stand am frühen Morgen hoch am Himmel und man konnte sich fast in den vielen Wirbeln und Bändern verlaufen. Gegen 4:30 verließ wohl auch der letzte Hunter den Ort des Geschehens,  andere Teilnehmer waren bis in die Morgendämmerung mit Begeisterung dabei.

Am Sonntag war auch schon Tag der Abreise. Der Tag begann mit schönstem Sonnenschein und klarer Gipfelluft.
Nun war wieder die Sonne an der Reihe aber auch die Venus konnte sich den neugierigen Blicken nicht entziehen.
Der leicht verwegene Versuch, tagsüber (gegen Mittag) Sterne zu beobachten, stieß auf großes Interesse. Ein Blick durchs Teleskop zeigte Prokyon, Capella, Pollux und auch Castor als Doppelstern getrennt. Am späten Nachmittag erfolgte dann für uns die Abreise, dem Sonnenuntergang entgegen. Zum heimischen Himmel, um von dort aus wieder Photonen zu sammeln.

Als Fazit können wir sagen, daß trotz der teils unangenehmen, aber zum Glück behebbaren Kollateralschäden, sich
die Reise auf alle Fall gelohnt hat und wir werden wieder kommen!

Das Almbergtreffen ist ein kleines, aber sehr feines Teleskoptreffen.
 

Alexander, Bernhard, David, Ernst, Hermann, Melanie, Michael, Tobias
 
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