Suchen:
 
      Startseite arrow Unser Weltall Dienstag, 16. Oktober 2018      
 
Unser Weltall PDF E-Mail
Beitragsinhalt
Unser Weltall
Seite 2
Seite 3

Das Sonnensystem

Image

Venus:

Nach Sonne und Mond ist Venus das hellste Gestirn am irdischen Firmament. Galileo Galilei endeckte schon im Jahre 1610, daß die Venus Phasen wie der Mond zeigt. Auch in großen Teleskopen sind auf dem Venusscheibchen keine Einzelheiten auszumachen. Eine dichte Wolkenhülle läßt die Venus in einem grell-weißen Licht erscheinen (Hauptbesandteil Kohlendioxid). Die Rotatioszeit der Venus beträt 225 Tage. Der Venus Globus ist ein wenig kleiner als die Erdkugel. Mit 5,3g/m³ hat sie fast die gleiche Dichte.

Die Atmosphärischen Bedingungen sind wahrhaft höllich! Die Temperaturen erreichen wegen des Treibhauseffekts Werte von 470°C bis 500°C, der Druck ist in Bodennähe nunzigmal höher als auf der Erde. Wasser kommt auf der Venus weder in flüssiger noch in der Gasphase vor, die atmospähre ist Staubtrocken. Es regnet höchstens Schwefelsäuretröpfchen.

Mars: Image

Der rote Planet wandert als äußerer Nachbar der Erde in knapp zwei Jahren um die Sonne. Durch seine stark elliptische Bahn kommt es zu unterschiedlichen Oppositionsentfernungen von 56 Millionen bis fast 100 Millionen Kilometern. Entsprechend variieren seine Oppositionshelligkeiten von -1,2mag bis -2,9mag, womit er dann heller als Jupiter ist.

Im Gegensatz zu Venus zeigt Mars im Teleskop eine reihe von Einzelheiten auf. Die auffälligsten Details sind die Polkappen sowie helle und dunkle Flecken. Ein Marstag dauert eine halbe Stunde länger als ein irdischer.

Die rötliche Färbung des Mars stammt von Eisenoxiden an der Oberfläche und den Staubwolken,kurz: Mars ist ein rostiger Planet. Die Atmosphäre setzt sich aus 95% Kohlendioxid und zu 2,5% aus molekularem Stickstoff zusammen. Der Wasserdampfanteil beträgt nur 0,05%. Der Atmosphärendruck mißt nur Hundertstel des irdischen Wertes.

Im subsolaren Punkt (Sonne im Zenit) erreichen die Bodennahen Schichten der Atmosphäre bis 20°C. Bereits zu Sonnenuntergang sinken die Temperaturen auf Werte um -80°C bis -100°C.

Jupiter: Image

Als größter und massereichster Planet umrundet Jupiter in knapp 12 Jahren die Sonne. Die Sonne ausgenommen vereinigt Jupiter 79% der gesammten Masse des Sonnensystems in seinen gewaltigen Gasleib, der rund elffachen Erddurchmesser aufweist. Zu recht nennt man ihn auch den “Riesenplanet”

Bereits in einem kleinen Teleskop sind die vier hellen und großen Jupitermode zu sehen, die nach ihrem Entdecker Galileische Monde (Io, Europa, Ganymed und Kalisto) genannt wurden. Jupiter wird von einer dichten Atmosphäre eingehüllt, deren Wolkenbänder man im Teleskop als Streifen sieht. Auf der Südhalbkugel des Planeten zeigt sich ein auffälliges ovales Gebilde, der berühmte Große Rote Fleck (GRF), dessen Durchmesser immerhin 40.000km beträgt. Es handelt sich hierbei um den gewaltigsten Wolkenwirbel.

Die Jupiteratmosphäre besteht überwiegend aus Wasserstoff und Helium. Die oberen Wolkenschichten weisen eine Temperatur von -150°C auf. Die zahlreichen Muster und Strukturen in der Jupiteratmosphäre werden durch ein System von Westwärts beziehungsweise Ostwärts blasenden Winden hervorgerufen, wobei 400 bis 500 Kilometer/Stunde die Regel sind. Die Zentraltemperatur wird auf 19.000°C, der Zentraldruck auf dreißig bis vierig Millionen Atmosphären geschätzt.

Saturn: Image

Satrun ist der fernste noch mit freien Auge sichtbare Planet. Bis zur Entdeckung des Planeten Uranus im Jahre 1781 galt die Staurnbahn als Grenze des Sonnensystems. Saturn wandert in knapp 30 Jahren um die Sonne. Schon in einem kleinen Teleskop ist der im Jahre 1656 entdeckte Saturnring zu sehen, der aus hunderten von kleineren einzelnen Ringen besteht. der mittlere Durchmesser des Planeten bertägt das neunfache des Erddurchmesseres, und ist damit der zweitgrößte Planet im Sonnensystem.

Ähnlich wie Jupiter besitzt der Ringplanet eine Atmosphäre mit den Hauptbestandteilen molekularer Wasserstoff (93%) und Helium (6%) sowie Amoniak und Methan. Die Temeratur an der Wolkenobergrenze weist -190C, an der Wolkenuntergrenze -120C auf.

Saturn ist der Mondreichste Planet imSonnensystem. Sein mit 5150km größter Mond Titan wird von einer dichten, methanhaltigen Atmosphäre eingehüllt.

Uranus: Image

1781 von F. W. Herschel entdeckt; erscheint als Stern 5. bis 6. Größe; rotiert in 17,24 Stunden um seine Achse, die fast genau in der Bahnebene liegt; starke Abplattung an den Polen (etwa 1: 15). Uranus hat einen festen Gesteinskern. Die Atmosphäre enthält Wasserstoff und Helium; die Oberflächentemperatur liegt bei etwa -200 °C. Seit 1977/78 wurden 11 Ringe in einer Entfernung von 41 900 und 51 200 km von Uranus nachgewiesen. Der Uranus wird von mindestens 27 Monden umkreist. Die meisten wurden von der Raumsonde Voyager 2, die 1986 an Uranus vorbeiflog, entdeckt. Ariel, Umbriel, Titania, Oberon und Miranda, die fünf größten Satelliten des Uranus, wurden dagegen bereits ab 1787 von der Erde aus entdeckt.

Komet: Image

ein Himmelskörper geringer Masse, meist eine lose Anhäufung von Meteoriten, kosmischem Staub, Eispartikeln und Gasen. Der Komet umwandert die Sonne auf einer oft lang gestreckten elliptischen Bahn (periodischer Komet) oder kommt auf einer nahezu parabelförmigen Bahn aus einer sog. zirkumsolaren Kometenwolke (Oortsche Wolke) in bis zu 2 Lichtjahren Abstand oder aus dem Kuiper-Ring, in die er nach Durchlaufen der Sonnennähe wieder zurückkehrt. Er besteht aus dem Kometenkern und der ihn umgebenden, diffus leuchtenden Koma. Bei Annäherung an die Sonne entwickelt sich meist ein Schweif, dessen Richtung stets von der Sonne abgewandt ist, mitunter auch mehrere Schweife von verschiedener Krümmung und etwas verschiedener Richtung. Der Schweif besteht hauptsächlich aus Kohlenoxid- und Stickstoff-Ionen, die durch Repulsivkräfte (Strahlungsdruck) sowie durch elektrisch geladene Teilchen der Sonne aus der Koma herausgeschleudert werden (Schweif Typ I). Staubteilchen bilden den Schweif Typ II, da sie sich langsamer wegbewegen. Die Schweife großer Kometen haben oft eine Länge von 100 Mio. km und mehr und können sich in Erdnähe über den halben Himmel erstrecken. Die Gasdichte im Schweif beträgt nur 110 000 der Gasdichte im extremsten heute herstellbaren "Hochvakuum". Kometen sind instabile Gebilde; ihr Zerfall (Auflösung in Meteorschwärme) ist vielfach beobachtet worden.



 
 
  Deep Sky Hunters Weiden